Wer bereits Rucola, zumeist die Wilde Rauke, im Garten hat, wird feststellen, dass die Pflanze sogar mehrjährig kultiviert werden kann. Die Salatrauke ist im Aussehen ähnlich, sie hat jedoch breitere Blätter und gilt als einjährig. Im Geschmack ist die Salatrauke milder als die würzige und teils scharfe Wilde Rauke. Oft wird allerdings der Namen „Rucola“ für beide Arten synonym verwendet. Beide Rauken können etwa von April bis September im Freiland ausgesät werden, die Aussaattiefe liegt bei etwa 0,5 cm. Eine Vorkultur im Haus wäre natürlich auch möglich, doch die Pflanzen brauchen viel Licht, sonst werden sie „zu dünn“. Für eine spätere Kultur empfehlen sich Reihenabstände von etwa 20 cm und ein Pflanzenabstand von rund 10 cm. Für die Salatrauke eignet sich, für eine durchgehende Ernte frischen Grüns, ähnlich wie beim Kopfsalat, auch ein staffelweiser Anbau. Im normalen Gartenboden sollten die Pflanzen, bevorzugt an einem sonnigen Standort, gut zurechtkommen. Auch in Töpfen oder Hochbeeten können die Pflanzen erfolgreich weitergezogen werden. Eine Ernte in den frühen Morgenstunden ist vorteilhaft, weil die Blätter dann noch frisch und knackig sind. Rucolablätter können entweder einzeln von der Pflanze abgezupft bzw. geschnitten werden oder die Pflanze wird etwa zwei- bis dreifingerbreit über dem Boden abgeschnitten. Zu tief abgeschnittene Pflanzen treiben eventuell nicht mehr nach, schont man jedoch das Herz der Pflanze und lässt hier ein paar Blätter stehen, sollte sogar eine mehrfache Ernte möglich sein. Je nach Erntezeitpunkt sind die Blätter milder, feiner, schärfer oder fester, hier bleibt es Ihnen überlassen was Sie möchten. Im Garten bevorzuge ich die Wilde Rauke, zumal die Pflanze im Folgejahr wieder austreibt und keine erneute Aussaat notwendig ist. Bisweilen können ältere Pflanzen, anstatt ausgesät auch geteilt werden, was es einfacher macht ein paar Pflanzen mehr im Garten zu kultivieren. Übrigens wer keine Salatschüssel voll mit Rucola haben möchte, kann z.B. nur ein paar Blätter in den Salat mischen, auch auf Pizza wird Rucola mittlerweile gerne verwendet. Rucola macht bei Pasta, in Pestos oder als Ergänzung auf einer Wurst- oder Käsesemmel ebenfalls eine gute Figur.
