Wer im Herbst noch nicht gepflanzt hat, bekommt jetzt wieder die Möglichkeit. Die Baumschulen beenden langsam die oft übliche Winterpause und die Vegetation ist zumeist noch im ruhenden Zustand. Dennoch sollten die Pflanzen sobald wie möglich in den Boden kommen, um gut anwachsen zu können. Wurzelnackte Pflanzen waren früher Standard, heute werden im Hausgarten vermehrt Pflanzen im Topf, Container oder mit Ballen gepflanzt. Eine Pflanzung im Topf hat gewisse Vorteile, z.B. weitgehende Unabhängigkeit von den Pflanzzeiten, aber bei Obstbäumen und Wildsträuchern sind wurzelnackte Pflanzen, d.h. ohne Erdballen, immer noch gängig im Verkauf. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht austrocknen oder durchfrieren. Ein Austrocknen geschieht bei sonnigem Wetter und Wind schneller als gedacht. Die Wurzeln der wurzelnackten Ware sollten deshalb immer abgedeckt und regelmäßig befeuchtet werden. Manchmal wird empfohlen, die Pflanzen ein paar Stunden vorher zu wässern, bei frischer oder gut gelagerter Ware sollte dies nicht unbedingt notwendig sein.
Ein ebenfalls wichtiger Schritt ist, die Enden der Wurzeln anzuschneiden, so dass verletzte Stellen entfernt werden können und die Pflanzen gut ins Pflanzloch passen. Als Startdüngung wird meist noch etwas Kompost oder Hornspäne mit in das Pflanzloch gegeben. Bei der Pflanzung sollten die Wurzeln weder verdreht noch nach oben gerichtet sein. Ist die Pflanze im Loch und bereits etwas Erde eingefüllt, sollte an der Pflanze etwas gezogen und diese ausgerichtet werden. Anschließend wird das Loch verfüllt und die Pflanze etwas festgetreten, so dass zwischen den Wurzeln und der Erde ein Bodenschluss entsteht. Zum Schluss bitte das Angießen nicht vergessen, denn damit erhält die Pflanze bereits die erste Bodenfeuchte und auch feine Wurzeln werden mit Erde eingeschlämmt. Wird noch ein Gießrand aus Erde um das Pflanzloch angehäufelt und z.B. mit Mulch abgedeckt, ist ein guter Start gewährleistet.
