Resistenzen bei Tomaten und anderem Gemüse

Ab Anfang März wird zumeist mit der Aussaat von Tomaten begonnen. Heute möchte ich auf die Saatgutauswahl eingehen und einige Besonderheiten zeigen. Mittlerweile gibt es ein Vielzahl von Sorten, die sich erfolgreich gegen pilzliche Erreger wehren können. Häufig wird hier von Resistenzen gesprochen, wobei diese Pflanzen eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten aufweisen sollen. Weiter wird von Toleranzen gesprochen, was bedeutet, dass die Pflanzen eine Infektion ohne wesentlichen Befall haben. Robuste Pflanzen trotzen einer Krankheit, weisen aber Symptome auf. Bei Tomaten gibt es widerstandfähige Sorten z.B. gegen Kraut- und Braunfäule, Echten Mehltau, Fusariumwelke oder bestimmte Viren. Auch bei Gurkensorten gibt es widerstandsfähige Sorten z.B. gegen Echten Mehltau, Falschen Mehltau, Mosaikviren und Gurkenkrätze. Salate können je nach Sorte widerstandfähig gegen bestimmte Blattläuse, falschen Mehltau oder das Salatmosaikvirus sein. Wichtig ist zu wissen, dass widerstandsfähige Sorten auch auf dem herkömmlichen Weg der Züchtung erreicht werden können und nicht zwangsweise mit Gentechnik erzeugt wurden. Der Vorteil bei der Kultur von widerstandsfähigen Sorten ist, dass der Anbauerfolg erhöht wird und die Pflanzen vielfach ohne Pflanzenschutz gesund bleiben. Beim Pflanzenschutz muss ich mich jedoch etwas korrigieren, denn die richtige Sortenauswahl ist ein wichtiger Bestandteil des integrierten Pflanzenschutzes. Pflanzenschutz beginnt nicht mit der Spritze, denn bereits die richtige Kulturführung fördert die Pflanzengesundheit. Achten Sie deshalb beim Saatgut- oder Pflanzenkauf auf widerstandsfähige Sorten - insbesondere dann, wenn Sie bereits Probleme im Gemüsebeet oder Gewächshaus hatten.