Als Topfpflanzen haben Alpenveilchen leider ein etwas angestaubtes Image, werden aber gerne für saisonale Grabbepflanzungen und Blumenschalen verwendet. Die bunten Blüten sind richtige Farbtupfer, die auch in der tristen Jahreszeit das Gemüt aufheitern. Nicht jedem ist bewusst, dass Alpenveilchen auch im Freien wachsen und da sind diese Stauden wirklich etwas Besonderes. Ab Februar bis März blüht das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum), danach folgen das Sommer-Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) und das Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium). Die Blüten sind meist weiß, rosa bis pink und manche Sorten sogar zweifarbig. Der Bezug dieser Pflanzen ist tendenziell eher über Staudengärtnereien üblich, wobei auch gut sortierte Zierpflanzengärtnereien und gelegentlich Baumärkte winterharte Freilandalpenveilchen im Sortiment haben. Es gibt im Handel Knollen oder Pflanzen zu kaufen, wobei ich getopfte Ware bevorzuge. Die Knollen sollten bei der Pflanzung etwa 2 bis 3 cm mit Erde bedeckt sein, je nach Knollengröße kann sich damit eine Pflanztiefe von maximal 10 cm ergeben. Getopfte Ware setze ich meist so tief, wie sie auch im Topf stehen. Wichtig ist, dass gerade um Allerheiligen „winterharte“ Formen verkauft werden, wobei sich das aber zumeist auf die Beständigkeit der Blüten gegen Frost und nicht auf deren Winterhärte bezieht. Im Zweifel einfach konkret beim Gärtner oder Händler nachfragen. Allgemein gilt, dass Alpenveilchen einen geschützten und lichten Gehölzrand schätzen, wobei die Pflanzen keine allzu starke Konkurrenz durch andere Stauden haben sollten. Diese Schönheiten vertragen frischen bis trockenen Boden. Nasse Böden im Winter werden nicht toleriert, dann können die Knollen zu faulen beginnen. Um Winternässe zu vermeiden, kann z.B. eine Kiesschicht als Drainage helfen. Wenn der Boden humos und durchlässig ist, sind gute Voraussetzungen vorhanden, damit sich die Pflanzen etablieren und sich vielleicht sogar selbst auszusäen. Kurz gesagt: Die besten Standorte sind die vergessenen Ecken im Garten, die im Frühjahr Licht haben, wo nicht gehackt wird und etwas Laub v.a. im Winter die Pflanzen schützt.
