Strauchschnitt

Ein neues Jahr hat begonnen und an schönen Tagen juckt es schon in den Fingern, wieder etwas Gartenarbeit zu machen. Leider sehe ich immer wieder Sträucher im Garten, die nicht ihre volle Schönheit entfalten können. Ich persönlich finde es schade, Sträucher ohne besonderen Grund kugelig oder eckig zu schneiden. Zugegeben, die Geschmäcker sind verschieden und an mancher Stelle ist ein regelmäßiger Schnitt auch notwendig, doch vielfach ginge es sicherlich auch anders. Wichtig ist zu wissen, dass die meisten Sträucher nur im natürlichen Wuchs optimal blühen und fruchten. Nicht zu vergessen ist, dass manche Gehölze auch wegen ihres schönen oder besonderen Wuchses gepflanzt werden. Wer z.B. eine Hängeform pflanzt, möchte diese sicher auch erhalten. Besonders schön wachsen z.B. Japanische Ahorne, verschiedene Blüten-Hartriegel, Zaubernüsse, Felsenbirnen, Magnolien, Kornelkirschen oder auch Kolkwitzien. Diese sollten nur etwas ausgelichtet und die Form schonend korrigiert werden. Bei den ganz normalen Gartensträuchern wie Forsythien, Weigelien oder  Zierjohannisbeeren werden einfach ein paar alte Triebe bodennah herausgeschnitten. Ein Überhang kann auch durch ein Abschneiden der Äste an einer Verzeigung entfernt werden. Halbsträucher wie Sommerflieder, Bienenfreund oder auch Perovskien brauchen hingegen einen starken Rückschnitt, um vital zu bleiben.

Bei diesen ist eine Reduktion von 50 bis 70 % durchaus möglich und sinnvoll. Bitte denken Sie unbedingt daran, dass größere Schnittmaßnahmen nur bis 28. Februar möglich sind, denn dann beginnt die Schonzeit für unsere heimischen Vögel.