Misteln sollten nicht mit Mispeln verwechselt werden. Die Mistel ist ein grüner, kugeliger Halbschmarotzer, der auf Obstbäumen, Tannen und vielen anderen Baumarten wächst. Die Mispel hingegen ist eine Wildobstart mit braunen Früchten und wächst als kleiner Baum oder großer Strauch. So schön Misteln sein können, so gehören sie im Streuobstanbau unbedingt aus den Obstbäumen entfernt, denn hier werden Bäume bis zum Abgang geschädigt. Misteln verbreiten sich durch Vögel. Durch die Ausscheidung des klebrigen Samens bleibt der Samen am Baum haften und schlägt seine Wurzeln, auch Haustorien genannt, in das Holz des Baumes. Vom Baum wird diese Pflanze mit Wasser und Nährstoffen versorgt, Photosynthese betreibt das Gehölz jedoch selbst. Bis eine Mistel blüht, vergehen 5 Jahre. Trotz der schädigenden Wirkung für Bäume sind Misteln auch als Heilpflanzen bekannt und mindestens ein berühmter Druide nutzt die Pflanze für seinen Zaubertrank, sehr zum Leidwesen der Römer! Zum Verzehr eignen sich die schwach giftigen Früchte jedoch nicht, hiervon wird abgeraten. Fast ohne Gefahr ist ein sich zunehmend verbreitender Brauch, sich unter einem Mistelzeig zu küssen. Nun wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und allen, die nicht Weihnachten feiern, ein paar schöne und entspannte Tage.
