An sich wäre es ein guter Gedanke, einen Christbaum das ganze Jahr im Haus zu haben: An Weihnachten geschmückt, für den Rest des Jahres Zimmerpflanze. Der Haken an der Sache ist, dass warme und trockene Wohnzimmerluft leider nicht vertragen wird. Eine Zimmertanne braucht einen hellen Standort und üblicherweise Temperarturen um 18 bis 20° C. Im Winter sollte es kühler sein, da wäre ein Zimmer oder Wintergarten, mit 5 bis 10° C der ideale Standort. Wichtig: Zimmertannen schätzen kalkarmes Wasser, was bei uns zumeist nicht aus der Wasserleitung kommt. Regenwasser ist hier eine gute Lösung. Um sich einen Eindruck vom idealen Standort zu verschaffen, kann man die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in München besuchen. Da steht ein sehr respektables Exemplar. Wobei respektabel relativ ist, denn wenn die Pflanzen am Naturstandort stehen, können Höhen von 50 m und mehr erreicht werden. Diesen Platz hat natürlich niemand im Hause, weshalb Zimmertannen notfalls auch geschnitten werden können. Dazu werden die Seitentriebe an einer Verzweigung und der Hauptrieb an einem Quirl gekürzt. Das verändert allerdings den Wuchs und der typische Christbaumlook verschwindet. Mit der Zeit entstehen jedoch knorrige Exemplare mit einem eigenen Charme.
